Einsatzübung Hilfeleistungskontingent Miltenberg
Posted by martinspilger in Allgemein on 17-04-2011
Die Landkreise des Freistaates Bayern haben in den vergangenen Jahren Sonderalarmpläne für Hilfeleistungskontingente erarbeitet. In Großschadenslagen, zu denen die örtlichen Hilfskräfte überfordert sind, richten die betroffenen Regionen ihr Hilfegesuch an andere Landkreise im Freistaat oder auch an andere Bundesländer. Die im Voraus für die verschiedenen Schadensszenarien aufgestellten Kontingente rücken dann zum überregionalen Einsatz aus. Mit diesem Konzept der Hilfeleistungskontingente könnten im Freistaat Bayern binnen kürzester Zeit bis zu 9.000 Hilfskräfte mit entsprechenden Fahrzeugen und Geräten mobilisiert werden.
Am Freitag, den 15.04.2011 war es soweit. Die Regierung von Unterfranken löste Alarm für die Hilfeleistungskontingente „Standart“ der Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg aus. Angenommen wurde eine Großschadenslage im Raum Bad Kissingen, die sämtliche örtliche Hilfskräfte bindet. Die Wehrleute vom bayerischen Untermain sollten diese unterstützen. Mit dem Voralarm am Nachmittag begannen die beteiligten Feuerwehren und THW-Einheiten mit der Vorbereitung zur Erlangung der Marschbereitschaft. Am darauf folgenden Samstag um 9 Uhr, also 20 Stunden nach dem Voralarm rückten 110 Einsatzkräfte aus Feuerwehren und THW des Kontingents Miltenberg, darunter auch eine Löschgruppe der Feuerwehr Obernburg, und 150 Einsatzkräfte des Kontingents Aschaffenburg, gen Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen aus.
Der erste Tag war geprägt von der Marschfahrt. Für das Vorauskommando, die Kontingentsführung und die Fahrzeugführer war dieser Übungsteil besonders wichtig. Am Abend am Bestimmungsort angekommen, richteten die Kontingente der beiden Landkreise ein Nachtquartier her. Für die rund 260 Blaukittel wurde eine Halle des Ausbildungszentrums Süd der Bundespolizei in Oerlenbach bezogen.
Am Sonntag Vormittag waren dann zwei Einsatzübungen angesagt. Während die Kameradinnen und Kameraden aus Aschaffenburg einen Übungseinsatz in einer nahe gelegenen Mülldeponie meistern mussten, wurden die Miltenberger Einheiten auf der Trimmburg eingesetzt. Löschwasserversorgung, Brandbekämpfung und Personenrettung standen in beiden Szenarien besonders im Augenmerk.
Nach dem Mittagessen kehrten die Einsatzkräfte wieder an ihren Heimatstandort zurück.
Von der Feuerwehr Obernburg ist das LF 16 im Hilfeleistungskontingent Standart eingeplant. Patrick Axt, Heiko Amrhein, Stefan Breunig, Andreas Reis, Benedikt Reis, Dominik Reis, Martin Spilger, Felix Stahl und Michael Walz bildeten die dazugehörige Löschgruppe.
Bilder: Feuerwehr Obernburg

