Mitgliederversammlung 2007 – Amrhein: 2007 war Jahr der Veränderung

Posted by feuerwehr-obernburg.de in Allgemein on 06-01-2007

Am Dreikönigstag fanden sich die Obernburger Floriansjünger traditionell zur alljährlichen Mitgliederversammlung im Feuerwehrhaus ein. Vorsitzender Heiko Amrhein und Kommandant Martin Spilger berichteten über das vergangene Jahr 2007 und boten einen Ausblick auf das neue Jahr 2008. Kassier Heinz Fischer legte Rechenschaft über die Vereinsfinanzen ab und Bürgermeister Walter Berninger sprach seine Anerkennung für das Engagement seiner Wehrmänner und –frauen aus.
Doch der Reihe nach: Zu aller erst zogen die Heiligen 3 Könige ein, brachten ihre Sangeskünste zum Besten und sprachen ihren Segen für das Gerätehaus und die Feuerwehr aus. Vorsitzender des Feuerwehrvereins Heiko Amrhein konnte neben 70 Vereinsmitgliedern auch zahlreiche Mitglieder des Stadtrates und der Kreisbrandinspektion begrüßen, ehe er mit seinem Bericht über die Vereinsaktivitäten begann. „War das Jahr 2006 für die neue Feuerwehrführung das Jahr des Einfindens in die Führungstätigkeit, so war 2007 ein Jahr der Veränderungen und der Entscheidungen“, resümierte der Vereinsvorsitzende.  Amrhein zog eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres und zeigte in Text und Bild die Highlights des Vereinslebens aus 2007 auf: Christbaumaktion, Winterwanderung, Kappenabend, Römerlauf, Feuerwehrlauf, Sommerfest, Tag der offenen Türe, Oktoberfest und die Teilnahme am Gansessen des Orgelbauvereins, um nur einige zu nennen. Besonders hob er den Tag der offenen Türe hervor. Der im Dezember 2006 beschaffte Verkehrssicherungsanhänger wurde offiziell eingeweiht und übergeben und zahlreiche Bürger ließen es sich trotz des Regenwetters nicht nehmen, ihre Feuerwehr zu besuchen und das Gerätehaus mitsamt des Fuhrparks zu besichtigen. Heiko Amrhein bedankte sich bei allen Helfern, die im abgelaufenen Jahr mit ihrem Engagement die vielen Vereinsaktivitäten möglich gemacht hatten.
Kassier Heinz Fischer legte die finanzielle Situation des Vereins dar und konnte mit einer vorbildlichen Haushaltsführung glänzen. Die Kassenprüfer sahen das genauso und empfohlen der Versammlung im Schulungsraum des Gerätehauses Obernburg die Entlastung der gesamten Vorstandschaft.
Feuerwehrkommandant Martin Spilger kam in seinem Bericht auf die Mitgliederzahl und die Einsätze des abgelaufenen Jahres zu sprechen. Mit 59 Aktiven von insgesamt 107 Mitgliedern wurde die Einsatzvielfalt bewältigt. Insgesamt mussten die Blaukittel 115 mal ausrücken. Der größte Teil der Einsätze liegt im Bereich der Technischen Hilfe: Ölspuren auf den Hauptverkehrsstraßen, freiwillige Tätigkeiten nach Nr. 4.5 VollzBekBayFwG, sonstige Hilfeleistungen und Sturmschäden des Orkantiefs Kyrill machten über die Hälfte der Einsätze aus. Spilger ging auf vier Brandeinsätze näher ein. Der Heuballenbrand unterhalb der Hardt, sowie der Brand im Sägewerk Appel wurden gemeinsam mit der Feuerwehr Eisenbach gemeistert. Sie zählten zu den personal- und materialintensivsten Einsätzen. Zudem konnten die Obernburger Feuerwehrleute zwei Zimmerbrände im April zügig löschen und größeren Schaden verhindern. Die Brisanz dieser beiden Einsätze lag in der Tatsache, dass die Einsatzorte entlang der Lindenstraße zur Zeit der Bauarbeiten lagen. Die direkte Anfahrt mit den Großfahrzeugen war bei keinem der beiden Einsätze möglich und verlängerte Anfahrtszeiten mussten in Kauf genommen werden. An dieser Stelle appellierte Kommandant Martin Spilger an die Vertreter des Stadtrats den bevorstehenden dritten und letzten Abschnitt der Lindenstraßensanierung zügig durchzuführen, da die Sperrung der Einmündung Lindenstraße/Römerstraße die Verkehrssituation im Stadtkern völlig kollabieren lassen wird. Kuriose Einsätze waren auch in 2007 keine Seltenheit. So mussten die Floriansjünger beispielsweise im Dezember ein dreirädriges Fahrzeug aus dem Main bergen, das Witzbolde in der Nacht zuvor einem Obernburger Unternehmer vom Hof und in das nahegelegene Gewässer geschoben haben.
Spilger lobte seine Truppe für die Bereitschaft zahlreiche Ausbildungsveranstaltungen am Standort und überörtlich zu absolvieren. „Stetiges Üben und Fortbilden sei das Wichtigste um den vielfältigen Herausforderungen im Einsatz bestmöglichst gewappnet zu sein“, so der Kommandant. So standen zum üblichen Übungspensum eine Gefahrgutübung, eine Schiffsübung, Besichtigungen von öffentlichen Einrichtungen und das Leistungsabzeichen Wasser auf dem Programm. Besonders erfreut zeigte er sich über die Belegung des Motorsägenlehrgangs mit 11 Teilnehmern und überreichte den Kameradinnen und Kameraden die Zeugnisse.
Sprach Heiko Amrhein eingangs allgemein vom Jahr der Entscheidung und Veränderung, so wurde nun Kommandant Spilger konkret. Die größte Veränderung vollzog sich im Bereich der Gerätewarte. Helmut Vad, der zuvor ein Vierteljahrhundert als Löschmeister und Gruppenführer die Geschicke der Feuerwehr Obernburg erfolgreich mitgestaltete legte im Mai 2007 seinen aktiven Dienst nieder. „Es gibt keinen, der diese Lücke alleine ausfüllen kann“, führte Spilger aus. Der Posten des Gerätewartes wird nun von einem Team teils aus erfahrenen und teils aus jungen Gerätewarten eingenommen. Der Kommandant zeigte sich mit der Arbeit der neuen Truppe sehr zufrieden und sah sich in seiner Entscheidung bestätigt.
Den Platz des vierten Löschmeisters im Verwaltungsrat, der durch Vads Ausscheiden frei wurde, nimmt nun Löschmeisterin Gisela Rosenberger ein. „Gisela wird dem von Männern dominierten Verwaltungsrat als zweite Frau gut tun“, stellte Spilger fest.
Für die Jugendgruppe der Feuerwehr Obernburg war das Jahr 2007 ein sehr erfolgreiches Jahr. Tolle Ergebnisse und Spitzenleistungen bei der Abnahme der Jugendflamme, des Bayerischen Jugendleistungsabzeichens und den Feuerwehrwettspielen in Bürgstadt belegen dies. Spilger sprach dem Jugendsprecher Johannes Schmitt stellvertretend für alle Anwärter seine Glückwünsche aus.
Verändert hat sich auch die Darstellung der Obernburger Wehr in der Öffentlichkeitsarbeit. „Wir sind weder ein „Hilfsbauhof“ noch eine „Feierwehr“, erklärte Spilger. „Wir sind Bürger unseres lebens- und liebenswerten Römerstädtchens und setzen uns zu allen möglichen und unmöglichen (Tages-)Zeiten für unsere Mitmenschen in Obernburg und Eisenbach ein.“ Dies soll die Kernaussage in der Anzeigenkampagne im Almosenturm, in der Präsentation zum Frühlingsmarkt, aber auch im Handeln zu anderen freiwilligen Tätigkeiten sein.
Bürgermeister Berninger bedankte sich bei seinen Feuerwehrleuten für die geleistete Arbeit und übergab eine Spende der Stadt für die Jugendarbeit. Ganz leer musste aber auch er nicht gehen. Kommandant Martin Spilger bedankte sich bei ihm, wie auch dem gesamten Stadtrat für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er überreichte Bürgermeister Walter Berninger einen Funkwecker, programmiert mit der großen Alarmierungsschleife. So wird das Stadtoberhaupt bei Großschadensereignissen zügiger informiert werden können. „Und im nächsten Jahr bekommt unser Bürgermeister auch noch einen Schutzanzug mit Helm und Stiefel“, witzelte Spilger.
Auch für 2008 steht für die Obernburger Wehr terminlich wieder einiges an. Heiko Amrhein und Martin Spilger gaben den neuen Dienstplan bekannt. Neben zahlreichen allgemeinen Übungen sind auch wieder besondere Termine für zum Beispiel Atemschutzgeräteträger, Bootsführer, Maschinisten, sowie Leistungsnachweise der Jugendgruppe angesetzt. Kappenabend, Sommerfest und Oktoberfest lassen die Vereinsaktivitäten nicht zu kurz kommen.
Kreisbrandinspektor Johannes Becker ergriff zum Schluss im Namen der gesamten Kreisbrandinspektion das Wort und bedankte sich für die gute Kooperation der Feuerwehr Obernburg, sowie für die Übernahme überörtlicher Aufgaben.

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