Mitgliederversammlung 2010

Posted by martinspilger in Allgemein on 06-01-2010

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90 Feuerwehrfrauen und –männer fanden sich am Dreikönigstag im Gerätehaus zur Mitgliederversammlung ein. Vorsitzender Heiko Amrhein, Kassier Heinz Fischer und Kommandant Martin Spilger zogen Bilanz für das Jahr 2009 und informierten über Veranstaltungen des Vereins und der Feuerwehr im neuen Jahr.

Heiko Amrhein eröffnete die Versammlung und kam gleich nach dem Totengedenken zu den Ehrungen. Kreisbrandrat Karlheinz Brunner wird zum 31.03.2010 auf eigenen Wunsch nach 21 Jahren aus dem Amt scheiden. Sein Besuch zur Mitgliederversammlung war voraussichtlich sein letzter offizieller Besuch in Obernburg vor dem Amtswechsel. Amrhein bedankte sich bei Brunner für stets sehr gute Zusammenarbeit auf Inspektions- wie auch auf Verbandsebene und überreichte ihm ein Präsent der Feuerwehr Obernburg. KBR Karlheinz Brunner nahm die Gelegenheit wahr und richtete seinerseits kurze Worte an die Anwesenden. Auch er lobte die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten und bedankte sich besonders bei seinem Stellvertreter KBI Erich Reis und der Feuerwehrführung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Anfang März werden die Kommandanten des Landkreises aus zwei vom Landrat vorgeschlagenen Kandidaten einen Nachfolger wählen.

Ehrungen wurden auch zwei Kameraden zuteil. Edmund Ripperger und Heinrich Vad traten 1950 der Wehr bei und so sprach ihnen Amrhein für ihre Verdienste in den sechs Jahrzehnten, mit der Überreichung einer Urkunde und einem Präsent, Dank und Anerkennung aus. Bürgermeister Walter Berninger überreichte im Namen der Stadt Obernburg eine Aufmerksamkeit an Edmund Ripperger und Heinrich Vad.

Danach legten Vereinsvorsitzender Heiko Amrhein, Kassier Heinz Fischer und Kommandant Martin Spilger Rechenschaft für das vergangene Jahr ab. Amrhein konnte auf zahlreiche Vereinsaktivitäten zurück blicken. Die Winterwanderung, die Maibaumaufstellung, der Vereinsausflug nach Bamberg sind nur drei der vielen Ereignisse in der Kameradschaftspflege in 2009. Besonders ging der Vorsitzende auf die kostengünstige in großen Teilen auf Eigenleistung basierende Wiedereinrichtung des Gemeinschaftsraumes ein. In zahlreichen Arbeitsstunden konnten die Floriansjünger die renovierungsbedürftigen Räumlichkeiten mit Unterstützung der örtlichen Betriebe Elektro Reis, Malermeister Stolpe, Getränke Österlein, Bohlender & Koblitz, Wohn-Center Spilger und Bauunternehmen Stefan Stahl wieder neu einrichten.

Heinz Fischer ist der Mann der Finanzen. Er kann als Kassier trotz höherer Ausgaben für Feuerwehrkleidung und Renovierung Gemeinschaftsraum mit einem weitestgehend ausgeglichenen Haushalt glänzen.

Die Feuerwehr Obernburg musste in 2009 insgesamt 112 mal ausrücken. Darunter waren 14 Brandeinsätze, drei Sicherheitswachen und 89 mal leisteten die Blaukittel technische Hilfe. Sechs mal ging im abgelaufenen Jahr ein Fehlalarm raus. Kommandant Martin Spilger ging in seinem Bericht auf vier Einsätze genauer ein. Da waren zwei Aussiedlerhofbrände in der Nachbarstadt Wörth zu denen die Römerstädter mit wasserführenden Fahrzeugen und Atemschutzgeräteträgern Löschhilfe leisteten. Einen Einsatz der außergewöhnlichen Art stellte ein eingeklemmter Finger in einer Brotschneidemaschine dar. Das Schneideblatt hat den Knochen der Fingerkuppe eingeklemmt, stand unter Spannung und der Bürger konnte seinen Finger nicht aus eigener Kraft befreien. Die Feuerwehr brach das Gehäuse auf und der Rettungsdienst konnte anschließend die Verletzung verarzten. In der Nacht zum 21.06.09 brachte ein Feuerteufel die Wehrleute um ihre Nachtruhe. Im Bereich Julius-Echter-Straße und Maximilianstraße brannten in nur kurzem Abstand zwei Brennholzhaufen auf Privatanwesen. Insgesamt drei Stunden waren sie tätig, bis die Holzstapel auseinander gezogen und alle Glutnester abgelöscht waren.

In 2009 investierten die Blaukittel viel Zeit und Aufmerksamkeit in Ausbildung, Übung und Lehrgänge. Besondere Veranstaltungen war zum einen die Großübung im Wohn-Center Spilger zusammen mit den Nachbarwehren Eisenbach, Wörth, Elsenfeld und Großwallstadt, und zum anderen der Brandübungscontainer in dem 12 Atemschutzgeräteträger aus Obernburg praktische Erfahrung in der Erkennung und Bekämpfung von Flashover-Situationen erlangen konnten. Spilger animierte seine Mannen weiterhin den geplanten Ausbildungsveranstaltungen, gerade in 2010, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Erfreuliches konnte der Kommandant auch von der Feuerwehrjugend berichten. Mit der Einrichtung einer neuen Jugendgruppe für die Altersklassen 10 bis 11, konnte die Mitgliederzahl weiter gesteigert werden. Indem die Kinder nun schon früher und spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt werden, verspricht sich die Feuerwehr Obernburg auch langfristig den Brandschutz in der Stadt am Main sicherstellen zu können. „Die Begeisterung der Jugendlichen und die Anzahl der neuen Mitglieder bestätigt das Konzept und rechtfertigt das Engagement der Jugendbetreuer Marcus Oberle und Sebastian Kissel“, konstatierte Spilger und dankte den beiden für ihren Einsatz.

2010 wird für die Feuerwehrleute auch wieder einiges bereithalten. Spilger und Amrhein veröffentlichten den Dienstplan des neuen Jahres und verwiesen auf einzelne Schwerpunkte. Das neue K-Boot, vom Landkreis mit hohem Zuschuss durch den Freistaat finanziert wird das bestehende, sehr in die Jahre gekommene Boot ersetzen. Nach der geplanten Fertigstellung im Februar/März werden natürlich Fahrerschulungen und Übungen auf dem Main in den Focus rücken. Die Jugendgruppen werden im neuen Jahr wieder an Jugendflamme, bayerisches Leistungsabzeichen und Wissenstest teilnehmen.

Die Kassenprüfer bestätigten dem Kassier eine tadellose Buchführung und empfahlen der versammelten Mannschaft die Entlastung der gesamten Vorstandschaft. Letztere war dann nur noch Formsache und fiel einstimmig aus.

Das Heruntersetzen des Einstrittsalters von 12 auf 10 Jahre wurde in der Praxis schon seit Mitte 2009 durchgeführt. Die Anpassung in der Vereinssatzung kann nur in einer Mitgliederversammlung umgesetzt werden. Auch diese Abstimmung verlief zügig und ohne Gegenstimmen.

Bürgermeister Walter Berninger dankte in seinen Grußworten den Feuerwehrfrauen und -männer für die geleisteten Einsätze im Dienste ihrer Mitbürger und wünschte, dass auch 2010 alle nach den Einsätzen gut und wohlbehalten wieder heimkehren.

Kreisbrandinspektor Johannes Becker überbrachte die Grüße der Kreisbrandinspektion und wünschte den Floriansjüngern aus Obernburg ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

Den vollständigen Jahresrückblick 2009 der Feuerwehr Obernburg erhalten Sie hier.

Bilder: Feuerwehr Obernburg

 

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